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„Seid um nichts besorgt, sondern in Allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden

und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.“

Philipper 4, 6-7

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Mein Glaubensweg

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Ich möchte hier etwas Persönliches teilen. Ich hatte demletzt die Aufgabe meinen Glaubensweg grob und leicht verständnlich zu formulieren.. und ich dachte, vielleicht ist es für den ein oder anderen Leser interessant das zu lesen:

In meinem Leben gab es schon immer einen Gott und Jesus. Es fing schon damit an, dass ich von klein auf miterlebt habe, wie meine Eltern glauben und ihren Glauben in Gemeinschaft geteilt und gelebt haben. Besonders mein Vater versuchte schon sehr früh mir viele Dinge auf dieser Welt mit seinem Glauben zu erklären und betete daher viel mit mir. Er war ein Vorbild für mich. Dazu kamen die bekannten Geschichten, die erzählt werden, angefangen zuhause, in der Kinderkirche und in der Jungschar. Für mich war die Grundlage, dass es einen Gott gibt, der alles erschaffen hat und durch den wir leben.

Als ich noch ein Kind war, erkannte ich, dass ich eine eigene Verbindung zu diesem Gott haben möchte. Allerdings hatte ich keine Ahnung, was genau das bedeutet. Mein Vater redete mit mir und sprach ein Gebet und für mich war die Sache getan. Jedoch hatte sich danach nichts verändert.

Dann kam meine Konfirmationszeit. Mein Vater wollte drei gute Gründe, wieso ich mich konfirmieren lassen will. Letztendlich beabsichtigte er damit, dass ich mir über den Sinn dieser Tradition Gedanken mache. Ich sah es als Chance, mehr über den Glauben und Gott zu lernen und den Konfirmationstag wie ein öffentliches Bekenntnis, wie eine kirliche Hochzeit, zu sehen. Rückblickend kann ich sagen, dass ich ein wunderschönes Jahr hatte. Wir waren untereinander eine sehr friedliche Gruppe und fast alle hatten ein ehrliches und gemeinschaftliches Interesse daran, herauszufinden, was es mit Gott und Glaube auf sich hat. Besonders dann, wenn wir nicht mit dem Pfarrer unterwegs waren, denn wir hatten eine sehr gut gestaltete Konfi-Jugendarbeit, die von ein paar Mitarbeitern des CVJM (= christlicher Verein junger Menschen) geleitet wurde. Als wir auf der Konfi-Freizeit waren, gab es einen Abend, an dem ich für mich persönlich diese Entscheidung eine Verbindung zu Gott haben zu wollen, ganz neu getroffen habe.

Da war dieses Gefühl, dass ich viel besser begreifen konnte, dass es Gott gibt, zu welchem ich eine persönliche Verbindung haben konnte und genau das wollte ich erfahren. Durch diese Entscheidung fing ich an mein Leben ganz neu auszurichten und ließ zu, dass der Glaube eine Auswirkung auf mich und mein Leben hat.

Ich fing an, mich zu fragen, wie ich mein Leben mit Gott führen sollte. Daraufhin ging ich in verschiedene Jugendgottesdienste, auf verschiedenste christliche Veranstaltungen aus Interesse und auch in andere Gemeinden. Anfangs dachte ich mir nicht viel dabei, aber ich erlebte dadurch die Vielfalt der „christlichen Welt“. Ich erlebte über die ersten Jahre hinweg immer wieder neue Gemeinschaften wie z.B. Freizeiten, der Mädelstreff, meine CVJM – Jugendband oder der spontan entstandenen Gruppe aus der Konfizeit, in der wir uns immer wieder trafen, um uns auszutauschen und Bibel zu lesen. In diesen Gruppen konnte ich viel Neues lernen und mein Verständnis über Gott und auch wie ich mein Leben führen sollte erweitern. Dieser Prozess findet auch noch heute statt, allerdings haben sich die Stationen regelmäßig geändert.

Ich versuche stetig das Gehörte und mein wachsendes Verständnis in mein Leben einzubringen. Dazu gehörte für mich anfangs vor allem zu Beten und wenn es geht, Bibel zu lesen und versuchen Liebe zu leben. Es hat mir geholfen mich mehr mit Gott in meinem Alltag zu beschäftigen und die Verbindung zu ihm wurde dadurch immer intensiver und persönlicher, wie eine menschliche Beziehung. Ich fing an Gott immer mehr in meine Gedanken und Entscheidungen einzubeziehen und redete mit ihm, wie mit einem guten Freund. Er wurde immer erfahrbarer für mich. Ich spürte, dass da tatsächliche eine Verbindung ist und er in meinem Leben wirkt und dass es keine Zufälle oder Schicksale sind. Über die Jahre habe ich viel erlebt in meinem Glauben mit bzw. durch Gott. Aber ich erkannte, dass ich mich in der Vergangenheit in manchen Themen lange und hauptsächlich von außen beeinflussen ließ und ich niemals auslernen werde – es wird immer etwas geben, was ich noch neu verstehen oder verstehen lernen kann. Um unabhängiger zu werden, las ich die ganze Bibel. Seither versuche ich meinen Glaubensfundament aufzugreifen und die Dinge nochmal selbst zu hinterfragen und mir eine eigene Meinung zu allem zu bilden. Ich suche nach dem Sinn, der dahinter stecken soll. Am meisten habe ich mich gefragt, weclhe Rolle Jesus in meinem Leben spielt. Dabei wollte ich bewusst hinter diese bekannten Floskeln blicken. Dieses Thema und so manch andere Themen begleiten mich auch heute noch, weil ich sie neu und ganz verstehen will. Aber ich zweifel am Wenigsten daran, dass es Gott gibt. Dafür habe ich ihn schon zu oft in meinem Leben, im Leben der anderen und besonders in Gemeinschaft mit anderen erlebt. Mir gibt der Glaube unendlich viel Kraft, Zuversicht, Hoffnung und eine Perspektive für dieses Leben. Ich habe mir vorgenommen, zu vertrauen und darauf zu bauen, dass Gott mein Leben begleitet. Der Glaube wird dadurch nicht zu einem Zusatz in meinem Leben, sondern zu dem Fundament, dass mein Leben ausmacht und wodurch ich in meinem Leben unendlich bereichert werde.